Marimba
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Marimba – ein ungewöhnliches Instrument
Eine Marimba ist ein Musikinstrument aus der Percussionfamilie. Der Klang entsteht, indem man Tasten aus Holz mit Schlägeln anschlägt. Die Tasten sind wie bei einem Klavier angeordnet, wobei die Töne, die auf dem Klavier den schwarzen Tasten entsprechen, erhöht über und überlappend zu den „weißen“ Tasten angeordnet sind. Dies unterstützt den Musiker sowohl visuell als auch körperlich. Die Marimba ist eine Oktave tiefer gestimmt als ihr Familienmitglied, das Xylophon. Die Tasten sowohl der Marimba als auch des Xylophons bestehen normalerweise aus Palisander, doch synthetische Ersatzmaterialien werden immer beliebter. Die Tasten der Marimba sind insbesondere in der Mitte breiter und dünner als die des Xylophons. Dadurch klingen andere Bereiche der Obertonreihe stärker durch und der Klang wird reicher.
Heute wird die Marimba insbesondere in Harmonieorchestern und Sinfonieorchestern eingesetzt.
Woher stammt die Marimba?
Überlieferten Erzählungen zufolge begann die Geschichte der Marimba vor langer Zeit in Afrika. Es wurden Löcher in den Boden gegraben, anschließend Holzstäbe zugeschnitten und nebeneinander über das Loch gelegt. Dann wurden die Stäbe angeschlagen, um einen Klang zu erzeugen. So entstand eine Art Xylophon, bei dem der durch die Anschläge auf den Holzstäben erzeugte Klang im Loch resonierte. Manchmal wurden Kalebassen an der Unterseite der Holzstäbe befestigt. Kalebassen dienten als Resonanzkörper für den Klang.
Instrumente wie dieses sind vielerorts in Afrika noch immer als traditionelle Volksmusikinstrumente bekannt. Interessanterweise heißt es, dass der Zulu-Stamm in Südafrika Volksmythen über eine Göttin namens Marimba hat, die ein Xylophon mit befestigten Kalebassen erschuf.
Das Instrument überquerte mit dem afrikanischen Volk den Atlantik und gelangte nach Mittel- und Südamerika. Dort wurden die Kalebassen durch resonierende Holzröhren ersetzt. Schließlich wurden in Amerika die befestigten Holzröhren aus Metall gefertigt, wodurch die moderne Marimba entstand.
Warum und zu welchem Zweck die „ursprüngliche“ Marimba entstand, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen.
Wähle die richtige Marimba
Grundsätzlich sind zwei Dinge relevant, unabhängig davon, wer eine Marimba kaufen soll: das Material und die Anzahl der Oktaven. Palisander wird seit Langem als Material für Klangplatten verwendet und besitzt tatsächlich hervorragende Eigenschaften. Es ist außerdem das Material, das Marimba-Enthusiasten lieben.
Ein weiteres beliebtes Material neben Palisander ist Padauk. Das Material selbst ist weich und erzeugt einen weicheren Klang als Palisander. Es gibt auch FRP-Klangplatten, die mit dem Ziel entwickelt wurden, einen dem Palisander ähnlichen Klang mit einem anderen Material zu erzeugen. FRP steht für faserverstärkten Kunststoff (Fiber-reinforced-plastic).
Es handelt sich um ein synthetisches Material, das hergestellt wird, indem ein Bündel Glasfasern mit Kunststoff zusammengepresst wird. Im Vergleich zu Holz wird dieses Material von Veränderungen der Umgebung relativ wenig beeinflusst, wodurch es möglich ist, Instrumente jederzeit mit einem gleichmäßigen Klang zu spielen.
Der häufigste Tonumfang einer Marimba beträgt vier Oktaven. Wenn das Instrument zum Spielen in einer Band eingesetzt wird, werden fast alle Lieder von diesem Intervall abgedeckt. Instrumente, die durch das Hinzufügen von sieben Tönen am tiefen Ende eines Vier-Oktaven-Modells auf viereinhalb Oktaven erweitert wurden, erfüllen den Bedarf an einer Erweiterung des Marimba-Repertoires. Insbesondere sind diese Instrumente in der Rolle des Basses in einem Percussion-Ensemble bedeutend.
Die Fünf-Oktaven-Marimba ist ein Instrument, das fast die gesamte zeitgenössische Musik und für Marimba-Spieler geschriebene Musik abdecken kann. In Musikschulen und in der professionellen Welt ist dieser Tonumfang inzwischen zum Standard geworden.


















