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Testbericht zum Podcast mixer ZOOM LiveTrak L6
Podcast und Streaming waren noch nie so beliebt, und es gab noch nie so viele gute Produkte, um Podcasts selbst zu produzieren. Wenn du etwas zu sagen hast, aber dich bisher nie mit der Technik beschäftigt hast, kann es jedoch schnell überwältigend wirken, selbst eine Podcast-Aufnahme zu machen, zu schneiden und zu veröffentlichen – aber zum Glück ist die Lernkurve nicht so steil, und mit dem richtigen Equipment kann jeder einen Podcast erstellen! Im Herzen deines neuen Podcast-Studios steht ein Podcast mixer. Dort schließt du Mikrofone und Kopfhörer an, steuerst, was du während der Aufnahme hörst, spielst Jingles ab – und vor allem nimmst du den Ton auf.
Mit Zoom’s LiveTrak Serie bekommst du alles, was du brauchst, um Podcasts in höchster Qualität zu produzieren. Wenn man sich die Produktseiten ansieht, kann man sich in Spezifikationen und Funktionen schnell verlieren. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, wie man einen LiveTrak mixer nutzen kann: Du kannst eine Stereo-Spur aufnehmen, bei der du das Processing während der Aufnahme machst. Das heißt, das Ziel ist, dass du beim Drücken der Stopptaste eine Datei hast, die im Prinzip bereit zur Veröffentlichung ist.
Die zweite Methode ist, die Aufnahmen anschließend in einer DAW am Computer zu bearbeiten (DAW = Digital Audio Workstation = ein Musikprogramm wie z.B. Cubase). Technisch nennt sich diese Methode Multitrack – auch wenn du vielleicht nur eine einzelne Stimme aufnimmst. Beide Workflows haben Vor- und Nachteile und eignen sich für unterschiedliche Anwendungen. Der Vorteil einer Stereo-Aufnahme auf dem LiveTrak mixer ist, dass der Weg von der Aufnahme bis zum Upload sehr kurz ist – so kannst du schneller Dinge ausprobieren und dich auf das Wichtigste konzentrieren: den Content.
Der Nachteil ist hingegen, dass du deutlich weniger Möglichkeiten hast, Pegel zu bearbeiten, Dinge herauszuschneiden usw. Und wenn du während der Aufnahme eine Einstellung gewählt hast, bleibt es dabei! Multitrack bietet dagegen deutlich mehr Spielraum zum Mischen und Feintuning im Nachhinein. Das kann auch bedeuten, Soundeffekte hinzuzufügen, einen Abschnitt zu entfernen, Husten herauszuschneiden usw. Der Nachteil: Man riskiert, sich zu verzetteln und am Ende gar nicht fertig zu werden. Viele starten deshalb mit der ersten Methode, und sobald man sich sicherer fühlt, kann man später stärker auf Nachbearbeitung setzen.

Kompakt und vollgepackt mit Features
Der neue Zoom LiveTrak L-6 hat alles, was du für den Einstieg brauchst – solange du nicht mehr als zwei Mikrofone verwenden musst. Ganz kurz sieht dein Setup so aus:
- Du schließt Mikrofon(e) an Kanal 1 und 2 des Zoom LiveTrak L-6 an.
- Du passt den Sound über die physischen Regler sowie in der App „Zoom L6 Editor“ auf einem Computer oder Smartphone/Tablet an.
- Du nimmst den Ton entweder direkt auf eine MicroSD-Karte im Zoom LiveTrak L-6 auf oder in einem Audioprogramm am Computer, wobei der L-6 als per USB angeschlossenes audio interface fungiert.
- Du monitorierst das Signal, indem du Kopfhörer am LiveTrak L-6 anschließt.
Neben dem Ton, den du über dein Mikrofon aufnimmst, kannst du während der Podcast-Aufnahme Jingles und Soundeffekte „live“ abspielen. Dafür nutzt du die vier „SOUND PAD“-Tasten, und die Lautstärke regelst du über den Drehregler direkt darunter. Und natürlich werden sie je nach Aufnahmemodus entweder in der Master-Stereo-Datei oder als Multitrack mit aufgenommen.
Neueste Technologie
Wenn man z.B. ein Mikrofon aufnimmt, muss das Signal verstärkt werden – und es war schon immer extrem wichtig, das korrekt einzustellen, damit man weder übersteuert (es kratzt) noch zu leise aufnimmt (dann bekommt man viel Rauschen). Mit dem LiveTrak L-6 musst du dir keine Sorgen machen, die richtige Verstärkung zu treffen, denn er nimmt mit der neuen Technik 32-bit Floating Point auf.
Wir gehen hier nicht auf die nerdigen Details der Technologie ein, aber praktisch bedeutet es, dass die aufgenommene Datei eine so hohe Auflösung hat, dass sie nicht übersteuern kann – und du den Gain/Volume anschließend anheben kannst, ohne dass das Rauschen entsprechend mit ansteigt. Das heißt: Während der Aufnahme kannst du deine Energie in deinen Content stecken, statt dich um Technik und Aufnahmepegel zu sorgen.

Erstelle deine Lieblings-Presets
Obwohl der LiveTrak L-6 extrem wenig Platz benötigt, ist er vollgepackt mit Features. Eines davon ist die Möglichkeit, drei Szenen zu speichern. Eine Szene speichert alle Infos zu Effekten, EQ, Sends usw., sodass du sie per Knopfdruck wieder aufrufen kannst. Das kann z.B. Gold wert sein, wenn du oft zwischen Aufnahmen mit einer oder zwei Personen wechselst – oder wenn du den mixer sowohl für Podcasts als auch als kleinen live mixer für Duo-Gigs nutzt. Das spart viel Zeit und macht den Start deutlich einfacher, wenn man alle Einstellungen mit nur einer Taste abrufen kann.
Standalone oder audio interface
Der LiveTrak L-6 kann als vollständiges Podcast-Studio genutzt werden, bei dem du direkt auf eine MicroSD-Karte aufnimmst. Er kann sogar mit Batterien betrieben werden, sodass du überall aufnehmen kannst. Wenn du lieber direkt in ein Computerprogramm (z.B. Cubase, GarageBand, Hindenburg usw.) aufnehmen möchtest, kannst du ihn auch als externes Audio-Interface nutzen, damit dein Computer oder Device Audio-In- und Outputs erhält.
Er ist sowohl mit Mac als auch PC kompatibel und funktioniert außerdem mit Android und iOS. Wenn dein iOS-Gerät keinen USB-C-Anschluss hat, musst du einen Apple Lightning auf USB Kamera Adapter dazukaufen, um das USB-Kabel des LiveTrak L-6 anzuschließen. Damit ist es auch möglich, mit bester Audioqualität zu streamen, denn deine Apps können den Ton vom LiveTrak L-6 empfangen, wenn du z.B. auf Twitch, YouTube, Facebook und Ähnlichem live gehst.
Ein echtes Powerhouse
Mit einem LiveTrak mixer bekommt man unglaublich viele Funktionen fürs Geld – wenn du also ein Audio-Schweizer-Taschenmesser suchst, ist das die absolut richtige Wahl. 32-bit Floating Point Aufnahme ist die Zukunft, und mit Sound Pads, Szenen, Control-App, guten Effekten, Audio-Interface, Batteriebetrieb, Standalone-Recorder und Kompatibilität mit allen Systemen kann man sich in einem kompakten Podcast mixer kaum mehr wünschen. Der LiveTrak L-6 bekommt von uns eine klare Empfehlung und kommt garantiert beim nächsten Podcast-Recording mit in die Tasche!