Capo für gitarren – Tonart wechseln, ohne deine Akkordgriffe zu verändern
Ein Capo wird am Hals der Gitarre befestigt und fungiert als vorübergehender neuer Nullbund. Wird der Capo an einem bestimmten Bund platziert, verkürzt sich der schwingende Teil der Saiten, sodass die leeren Saiten höher klingen.
Dadurch lässt sich die Tonart ändern, während vertraute offene Akkordformen beibehalten werden. Der Capo wird insbesondere bei Westerngitarre, E-Akustikgitarre und klassischer Gitarre verwendet, kann aber auch bei E-Gitarre eingesetzt werden.
Der Capo ist Teil unseres gesamten Sortiments an Gitarrenzubehör.
Wie funktioniert ein Capo?
Der Capo drückt die Saiten gegen einen bestimmten Bund, genauso wie du selbst eine Saite mit dem Finger niederhältst.
Die Position bestimmt, um wie viel sich die Tonhöhe verschiebt:
- Der 1. Bund erhöht die leeren Saiten um einen Halbton
- Der 2. Bund erhöht sie um zwei Halbtöne
- Der 3. Bund erhöht sie um drei Halbtöne
- und so weiter das Griffbrett hinauf
Wenn du beispielsweise einen gewöhnlichen offenen G-Akkord mit Capo am 2. Bund spielst, klingt das Ergebnis wie ein A-Akkord.
Warum einen Capo verwenden?
Ein Capo ist besonders praktisch, wenn du ein Lied an eine bestimmte Stimmlage anpassen oder einen anderen Klang erzeugen möchtest, ohne deine grundlegenden Akkordformen zu verändern.
Er kann unter anderem verwendet werden, um:
- ein Lied zu transponieren
- die Tonart an einen Sänger anzupassen
- offene Akkordformen in einer anderen Tonart beizubehalten
- den Tonumfang der Gitarre zu verändern
- neue Voicings zwischen mehreren Gitarristen zu erzeugen
Welchen Capo soll ich wählen?
Am wichtigsten ist, dass der Capo zum Griffbrett und Hals des Instruments passt.
Achte insbesondere auf:
- Gitarrentyp
- Breite des Griffbretts
- Radius des Griffbretts
- Anzahl der Saiten
- Druck und Einstellmöglichkeiten des Capos
- wie schnell er angebracht und entfernt werden können soll
Capo für Westerngitarre
Eine Westerngitarre hat normalerweise ein gewölbtes Griffbrett, und der Capo sollte so gestaltet sein, dass der Druck passend auf alle sechs Saiten verteilt wird.
Das aktuelle Sortiment umfasst unter anderem den Shubb C1 Western Capo und den Kyser KG6B Western Capo.
Capos werden bei Westerngitarren besonders häufig verwendet, da offene Akkordformen ein wichtiger Bestandteil des Klangs des Instruments sind.
Capo für klassische Gitarre
Eine klassische oder spanische Gitarre hat typischerweise ein breiteres und flacheres Griffbrett als eine Westerngitarre.
Daher gibt es speziell für klassische Gitarren entwickelte Capos.
Das aktuelle Sortiment umfasst unter anderem den Shubb C2 Classic Capo und den K&M 30910 Guitar Capo Classic.
Capo für E-Gitarre
Ein Capo kann auch bei E-Gitarren verwendet werden.
Hier solltest du insbesondere den Radius des Griffbretts und den Druck des Capos kontrollieren, da ein zu hoher Druck die Saiten unnötig nach oben verstimmen kann.
Der Capo kann mit Gitarrenpedalen und Effekten sowie einem Gitarrenverstärker auf genau dieselbe Weise kombiniert werden wie die übrigen Akkord- und Voicing-Möglichkeiten der Gitarre.
Capo für 12-saitige Gitarre
Eine 12-saitige Gitarre hat doppelt so viele Saiten wie eine gewöhnliche 6-saitige Gitarre, wodurch andere Anforderungen an Breite und Druck des Capos entstehen.
Das aktuelle Sortiment umfasst unter anderem den Shubb C3, der für 12-saitige Gitarren entwickelt wurde.
Wähle daher einen Capo, bei dem der Hersteller die Kompatibilität mit 12-saitigen Instrumenten angibt.
Trigger-Capo
Ein Trigger- oder federbelasteter Capo kann schnell mit einer Hand angebracht und entfernt werden.
Das ist live praktisch, wenn der Capo zwischen den Liedern oder möglicherweise mitten in einem Set verschoben werden muss.
Kyser ist im aktuellen Sortiment mit dieser Konstruktionsart stark vertreten.
Einstellbarer Capo
Andere Capos verwenden eine Schraube oder einen Mechanismus, mit dem sich der Druck präziser einstellen lässt.
Der Vorteil besteht darin, dass du genau den Druck verwenden kannst, der notwendig ist, damit die Saiten sauber klingen.
Shubb ist bei dieser Capo-Art stark vertreten.
Trigger- oder einstellbarer Capo?
Beide Konstruktionen können sehr gut funktionieren.
Ein Trigger-Capo setzt auf schnelle Bedienung, während ein einstellbarer Capo eine größere Kontrolle über den Druck ermöglicht.
Die Wahl hängt daher eher von Arbeitsweise und Vorlieben ab als davon, dass eine Konstruktion generell besser ist.
Partial Capo
Ein Partial Capo bedeckt nur einige der Gitarrensaiten statt aller Saiten.
Dies ermöglicht alternative leere Saiten und Akkord-Voicings, ohne unbedingt die normale Stimmung der Gitarre zu verändern.
Das aktuelle Sortiment umfasst unter anderem den Shubb C8B Partial Capo.
Capo für banjo und Mandoline
Capos werden nicht nur für Gitarren verwendet.
Das aktuelle Sortiment umfasst auch Modelle für banjo und Mandoline, darunter den Shubb C5 sowie einen separaten 5th String Banjo Capo.
Halsbreite und Saitenkonfiguration der Instrumente unterscheiden sich von einer gewöhnlichen Gitarre. Verwende daher einen Capo, der für das jeweilige Instrument entwickelt wurde.
Dobro-Capo
Dobros und andere Resonatorinstrumente können eine spezielle Capo-Konstruktion erfordern.
Das aktuelle Sortiment umfasst unter anderem den Shubb C6B Dobro Capo.
Verwende nicht automatisch einen gewöhnlichen Westerngitarren-Capo, wenn die Konstruktion des Instruments ein Spezialmodell erfordert.
Wo sollte der Capo sitzen?
Platziere den Capo normalerweise direkt hinter dem gewünschten Bund – nicht direkt auf dem Bunddraht und nicht unnötig weit hinten im Bundfeld.
Die genaue Position kann sowohl beeinflussen, wie sauber die Saiten klingen, als auch, wie viel Druck erforderlich ist.
Wie fest sollte ein Capo spannen?
Der Capo muss ausreichend Druck ausüben, damit alle Saiten sauber klingen.
Mehr Druck ist nicht unbedingt besser. Werden die Saiten unnötig stark niedergedrückt, kann dies die Tonhöhe beeinflussen, insbesondere bei Gitarren mit hohen Bünden oder dünnen Gitarrensaiten.
Warum ist die Gitarre mit Capo anders gestimmt?
Wenn der Capo die Saiten stark gegen das Griffbrett drückt, können die Töne etwas zu hoch werden.
Dies kann auch am Setup der Gitarre oder an der Position des Capos liegen.
Kontrolliere daher die Stimmung mit einem Gitarrenstimmgerät, nachdem der Capo angebracht wurde.
Muss die Gitarre nach dem Anbringen des Capos gestimmt werden?
Es ist eine gute Idee, die Stimmung nach dem Anbringen zu kontrollieren, insbesondere bei Aufnahmen und im Live-Einsatz.
Ein korrekt angebrachter Capo auf einer gut eingestellten Gitarre sollte nur eine begrenzte Korrektur erfordern, dennoch können kleine Abweichungen auftreten.
Capo und Saitenstärke
Gauge und Spannung der Saiten beeinflussen ebenfalls, wie die Gitarre auf den Capo reagiert.
Wenn du E-Gitarrensaiten, Westerngitarrensaiten oder klassische Gitarrensaiten verwendest, sollte der Capo zum jeweiligen Instrumententyp passen.
Capo für Gesang und Stimme
Einer der größten praktischen Vorteile des Capos ist die Möglichkeit, ein Lied schnell an den Stimmumfang des Sängers anzupassen.
Wenn ein Lied beispielsweise zu tief liegt, kann der Capo auf dem Griffbrett nach oben verschoben werden, während der Gitarrist weiterhin dieselben Akkordformen verwenden kann.
Das ist sowohl bei Soloauftritten als auch in Setups mit Vokalmikrofon und PA-Anlage praktisch.