Elektronische Schlagzeug-Soundmodule
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Was ist ein E-Drum-Soundmodul?
Ein elektronisches Drum-Modul ist ein elektronisches oder digitales Gerät in einem elektronischen Drumset, das als zentrale Prozessor-Einheit und Soundmodul fungiert. Das Drum-Modul erzeugt bzw. produziert die Sounds des Drumsets oder andere Sounds, die der Drummer ausgewählt hat. Für sich genommen kann ein Drum-Modul keinen echten Trommenschlag wiedergeben oder wie ein solcher klingen. Es erzeugt Drum-Sounds nur, wenn ein Drummer die elektronischen Drum-Pads oder akustische Drumsets anschlägt, an denen elektronische „Trigger“ (oder Sensoren) angebracht sind. Wenn die elektronischen Drum-Pads oder triggerbestückten Instrumente angeschlagen werden, senden sie ein Signal an das Drum-Modul, das den entsprechenden elektronischen Drum-Sound (oder einen anderen Sound) erzeugt. Selbst wenn die Drum-Pads und/oder die Trigger mit einem Drum-Modul verbunden sind, gibt das Drum-Modul an sich keinen hörbaren Sound aus. Wie andere elektronische Instrumente, z. B. der Synthesizer, gibt das Drum-Modul lediglich ein elektronisches Signal aus. Der Musiker kann dieses Signal hören, indem er Kopfhörer an das Drum-Modul anschließt (z. B. für das Üben allein) oder indem er das Drum-Modul mit einem Verstärker und Lautsprecher bzw. einem PA-System für hörbares Üben oder Live-Auftritte verbindet. Das Ausgangssignal des Drum-Moduls kann außerdem für Konzerte oder Audioaufnahmen in ein Mischpult gepatcht werden. Die Nomenklatur variiert (siehe unten). So werden elektronische Drum-Module bei Roland als „percussion sound modules“ bezeichnet oder manchmal auch einfach als Module. Eine gängige umgangssprachliche Bezeichnung für dieses Gerät ist „Drum-Brain“.
Elektronische Drum-Module sind bei den meisten kompletten elektronischen Drumsets enthalten (die ein Drum-Modul und ein Set aus Drum-Pads umfassen). Elektronische Drum-Module können auch als eigenständige Geräte gekauft werden. In diesem Fall muss der Anwender zusätzlich Drum-Pads und/oder Trigger kaufen, die an normale akustische Drums angeschlossen werden können. Ein elektronisches Drum-Modul ist ein spezielles elektronisches Gerät, das Eingaben des Drummers über externe Trigger annimmt, die mit normalen Drumsticks angeschlagen werden. Bei einem elektronischen Drumset schlägt der Drummer die Trigger-Einheiten, während ein Synthesizer-Spieler die Tasten des Synthesizers anschlägt. Die Trigger können Elektroden oder beckenförmige Einheiten sein oder piezoelektrische Pickups, die einem Gitarren-Pickup ähneln. Wenn die Trigger angeschlagen oder durch die Vibration einer Trommel oder eines anderen Instruments aktiviert werden, interpretiert das elektronische Drum-Modul das Signal und gibt die spezifische Voice aus, die diesem Trigger zugewiesen ist. Der Sound (oder die „Voice“) kann ein Sample oder eine synthetische Wiedergabe einer großen Bandbreite an Drums, Cymbal, Percussion oder anderen Musikinstrumenten oder sogar Vokal-Sounds sein. Vom Konzept her ähnelt dies modernen MIDI-Keyboards-Digital-Workstations oder Synthesizern, insbesondere dadurch, dass jeder verfügbare Sound innerhalb eines bestimmten Moduls jedem Trigger zugewiesen werden kann, der an das Modul angeschlossen ist.
Die meisten elektronischen Drum-Module werden mit einer Anzahl vorprogrammierter „Kits“ oder „Bundles“ geliefert – Sammlungen von Drumset-Voices, die bestimmten Triggern zugewiesen sind und ein traditionelles Drumset nachbilden (z. B. inkl. Drum- und Cymbal-Sounds). Viele Module ermöglichen es dem Drummer, eigene Sound-Sammlungen als zusätzliche Sets zu speichern und diese bei Bedarf abzurufen. Tatsächlich kann ein einzelnes Set aus Triggern dieselbe Funktion erfüllen wie mehrere traditionelle Drumsets oder Sammlungen verschiedener Percussion-Instrumente. Manche Module können Kits mit Bezeichnungen wie „rock kit“, „jazz kit“ und „hip-hop kit“ speichern. Andere weisen jedem gespeicherten Kit einfach eine Nummer zu. Module können unterschiedliche Grade an Kontrolle über einzelne Sounds erlauben, z. B. die relative Lautstärke für jeden Trigger-Eingang oder das Hinzufügen elektronischer Effekte, z. B. Hall oder anderer Effekte.
Die meisten Hersteller integrieren außerdem ausgefallenere Sounds in ihre Module, z. B. Sounds bekannter Drumcomputer plus eine große Auswahl bekannter Percussion-Instrumente, industrielle Musik-Sounds, Hand-Claps und allgemeine Percussion-Sounds oder sogar Vokal-Sounds. Hersteller elektronischer Drum-Module wie Roland haben häufig ungewöhnliche, spielbare Sounds in die Soundbänke ihrer elektronischen Drum-Module integriert, um die Möglichkeiten der Technologie zu demonstrieren. Elektronische Drum-Module bieten zudem fortschrittliche Funktionen wie die Möglichkeit, digitale Sampler zu nutzen. In Kombination mit einem elektronischen oder digitalen Sampler sind die Sounds, die mit einem Drum-Modul abgespielt werden können, praktisch unbegrenzt. Ein Drum-Modul könnte verwendet werden, um jede Art von musikalischen oder natürlichen Sounds zu erzeugen – von einem Klavier oder einer Violine bis hin zu Meereswellen oder anderen Soundeffekten.